Ukraine: Informationen über Geflüchtete bei uns und die Situation im Heimatland

Informationen zu Kriegsflüchtlingen aus der Ukraine in Deutschland
Seit Beginn des russischen Angriffskriegs im Februar 2022 sind mehr als eine Million Menschen aus der Ukraine nach Deutschland geflohen. Der Mediendienst Integration hat dazu die wichtigsten Zahlen zusammengestellt.
Danach halten sich nach Angaben des Ausländerzentralregisters am Stichtag 31. Oktober in Deutschland
⦁ 1.309.374 Flüchtlinge aus der Ukraine auf, davon 1.270.826 ukrainische Staatsbürgerinnen und Staatsbürger. Von diesen haben1.127.185 einen Aufenthaltstitel nach §24 AufenthG
⦁ 55.703 eine Fiktionsbescheinigung (d.h. es wurde noch nicht über den Antrag entschieden)
⦁ 53.904 einen Antrag auf §24 AufenthG gestellt
⦁ 32.067 ein Schutzgesuch geäußert und
⦁ 40.515 noch kein Schutzgesuch geäußert und keine Titelerteilung.
Mehr dazu unter: https://mediendienst-integration.de/fluechtlinge/ukrainische-fluechtlinge-in-deutschland/wie-viele-fluechtlinge-aus-der-ukraine-leben-in-deutschland

Aktuelle Informationen aus den Briefing Notes des Bundesamts für Migration und Flüchtlinge (BAMF) vom 27. April 2026
1. Finanzhilfe
Die EU-Mitgliedstaaten haben sich Berichten zufolge auf die Freigabe des von der Ukraine benötigten 90 Mrd. EUR-Kredits geeinigt. Mit den Geldern solle vor allem das Luftabwehrsystem und der Schutz der Energieinfrastruktur verbessert werden. Trotz der Kreditzusage werde die Ukraine im Jahr 2026 ein Verteidigungsdefizit von 19,6 Mrd. EUR aufweisen, während die Ausgaben für den zivilen Bereich des ukrainischen Haushalts gedeckt seien.
2. Zivile Opfer
Medienangaben zufolge forderten russische Angriffe im Zeitraum 20.04. bis 26.04.26 mehrere zivile Todesopfer in folgenden ukrainischen Regionen: 20.04. (Dnipropetrowsk: 4, Saporischschja: 2, Cherson: 1), 21.04. (Sumy, Charkiw, Saporischschja, Cherson: je 1), 22.04. (Dnipropetrowsk: 3, Sumy: 2, Saporischschja, Charkiw, Donezk, Schytomyr: je 1), 23.04. (Donezk: 3, Odessa: 2, Saporischschja: 1), 24.04. (Charkiw: 2), 25.04. (Dnipropetrowsk: 10, Donezk, Saporischschja, Sumy, Tschernihiw: je 2, Cherson: 1). Von der besetzten Krim melden russische Behörden einen Toten nach ukrainischen Drohnenangriffen in der Nacht zum 26.04.26.
3. Rekrutierung und Kriminalität
Laut Medienberichten wurden in der Region Odessa vier Rekrutierungsoffiziere wegen des Verdachts der Entführung von Passanten und Erpressung von Lösegeld festgenommen, weil sie gedroht haben sollen, diese im Eilverfahren als „Sturmtruppen“ direkt an die Front zu schicken. Im konkreten Fall sei am 21.04.26 ein Mann in einem Lieferwagen entführt, festgehalten, physischer und psychischer Gewalt ausgesetzt und aufgefordert worden, 30.000 USD zu zahlen. Die Verdächtigen hätten auf Hinweis eines ebenfalls verhafteten Mitarbeiters des Rekrutierungszentrums im Bezirk Peresyp agiert. Den Leiter der Rekrutierungszentren der Region Odessa und des Bezirks Peresyp habe man daraufhin suspendiert und eine interne Untersuchung eingeleitet. Den mutmaßlichen Tätern drohe bis zu zwölf Jahre Haft und die Einziehung ihres Vermögens. Im Zuge der laufenden Mobilisierungsbemühungen in der Ukraine sahen sich die Rekrutierungszentren wiederholt mit Vorwürfen der Misshandlung, des Machtmissbrauchs und anderer Verstöße konfrontiert.
4. Energie- und Eisenbahninfrastruktur
Medienangaben zufolge kam es am 20.04.26 infolge russischer Angriffe auf Energieanlagen in den Regionen Dnipropetrowsk, Charkiw, Sumy, Tschernihiw, Mykolajiw und Cherson zu Stromausfällen. Es bestehe weiterhin die Notwendigkeit, den Stromverbrauch in den Abendstunden zu reduzieren. Nach Medienangaben gab es im Jahr 2025 etwa 1.200 russische Angriffe auf die ukrainischen Eisenbahninfrastruktur. Im Februar und März 2026 seien es 352 gewesen. Die Angriffe zielten vor allem auf ausländische Militärhilfe, trafen aber auch Personenzüge, was zu zivilen Opfern geführt habe. Das staatliche Eisenbahnunternehmen Ukrsalisnyzja habe zusätzliche Sicherheitsmaßnahmen eingeführt und evakuiere etwa Züge bei Alarm auch auf offener Strecke.
5. Russische Rekrutierung Minderjähriger für Sabotageakte und Situation entführter Kinder
Laut Ermittlern wird ein Telegram-Kanal namens „ETERSSA“ genutzt, um Minderjährige in der Ukraine für russische Sabotageakte zu rekrutieren. Durch eine Europol-Untersuchung konnte der Verbleib von 45 in die Russische Föderation (RF) verschleppten Kinder aufgeklärt werden. Einige seien von russischen Staatsangehörigen adoptiert worden, andere befänden sich in Umerziehungslagern oder psychiatrischen Kliniken. Informationen hätten auch auf Verbindungen zu russischen Militäreinheiten hingedeutet. Insgesamt seien im Rahmen der Initiative „Bring Kids Back UA“ über 2.100 Kinder zurückgeholt worden; 150 davon seit Anfang 2026.
Quellen:
1. The Guardian, Ukraine war briefing: Kyiv hails frontline position as ‘strongest in a year’, last update 23.04.2026; The Guardian, Ukraine war briefing: Trump bristles at Prince Harry’s passionate plea for Ukraine, last update 24.04.2026; RFE/RL, Zelenskyy Says Ukraine's War Position 'Most Stable' In Months As EU Approves Funds, Radio Free Europe/Radio Liberty, last update 23.04.2026; Tagesschau, EU gibt Milliarden-Hilfen für Ukraine frei, last update 22.04.2026; Ukrinform, Selenskyj: EU - Kredit werde es uns ermöglichen, Produktion von Luftabwehrsystemen hochzufahren, last update 23.04.2026; The Kyiv Independent, Exclusive: Ukraine still missing billions in defense funds for 2026, last update 22.04.2026; Ukrinform, Teil des EU-Kredits für Rüstung und Schutz der Energiewirtschaft vorgesehen – Selenskyj, last update 25.04.2026.
2. The Kyiv Independent, At least 6 killed, 59 injured in Russian strikes across Ukraine over past day, last update 21.04.2026; The Kyiv Independent, At least 4 killed, 79 injured in Russian strikes across Ukraine over past day, last update 22.04.2026; The Kyiv Independent, At least 9 killed, 29 injured in Russian attacks on Ukraine over past day, last update 23.04.2026; The Kyiv Independent, At least 6 killed, 40 injured in Russian attacks on Ukraine over past day, last update 24.04.2026; Ukrinform, Russische Truppen greifen Balaklija an, es gibt Tote und Verletzte, last update 24.04.2026; Ukrinform, Teil des EU-Kredits für Rüstung und Schutz der Energiewirtschaft vorgesehen – Selenskyj, last update 25.04.2026; The Kyiv Independent, 10 killed, 67 injured as Russia launches mass strike on Dnipro, other cities across Ukraine, last update 25.04.2026; The Kyiv Independent, At least 8 killed, 21 injured in Russian attacks on Ukraine over past day, last update 26.04.2026; Tagesschau, Gegenseitige Angriffe mit Toten und Verletzten, last update 26.04.2026.
3. The Guardian, Ukraine war briefing: Quick loan in pipeline as Druzhba reopens, last update 22.04.2026; The Kyiv Independent, Draft officers arrested for kidnapping a man, demanding $30,000 bribe in Odesa; office chief suspended, last update 21.04.2026.
4. Ukrinform, Russen greifen erneut Energieobjekte an, sechs Regionen ohne Strom, last update 20.04.2026; The Kyiv Independent, Russia attacked Ukrainian rail infrastructure more than 1,000 times in 2025, Ukrzaliznytsia says, last update 24.04.2026; Tagesschau, "Jetzt sind selbst die Züge nicht mehr sicher", last update 26.04.2026.
5. The Kyiv Independent, Teen recruited by Russia caught while preparing terror attack in Ukraine, SBU says, last update 21.04.2026; The Kyiv Independent, Russia recruited Ukrainian teenagers to blow up schools, shoot classmates, SBU says, last update 23.04.2026; The Guardian, Ukraine war briefing: EU moves to unlock €90bn loan as Orbán exits, last update 21.04.2026; The Kyiv Independent, Europol hackathon identifies 45 more Ukrainian children forcibly deported to Russia, last update 20.04.2026; The Kyiv Independent, Ukraine returned over 2,100 Ukrainian children abducted by Russia, Zelensky says, last update 22.04.2026; Ukrinform, Im Rahmen der Initiative „Bring Kids Back UA“ wurden über 2.100 verschleppte Kinder in die Ukraine zurückgebracht – Selenskyj, last update 22.04.2026.

Aktuelle Informationen aus den Briefing Notes des Bundesamts für Migration und Flüchtlinge (BAMF) vom 20. April 2026
1. Zivile Opfer und humanitäre Situation
Medienangaben zufolge forderten russische Angriffe im Zeitraum 12.04. bis 19.04.26 mehrere zivile Todesopfer in folgenden ukrainischen Regionen: 12.04. (Donezk: 2), 13.04. (Cherson: 2), 14.04. (Dnipropetrowsk: 5, Tscherkasy und Cherson: je 1), 15.04. (Cherson: 2, Odessa, Saporischschja und Sumy: je 1), 16.04. (Odessa: 9, Kyjiw und Dnipropetrowsk: je 4, Saporischschja: 3, Sumy: 2, Charkiw: 1), 17.04. (Donezk: 1), 18.04. (Tschernihiw, Charkiw und Sumy: je 1), 19.04. (Cherson: 1). Seit 2022 seien in der Ukraine 1.431 Opfer durch Landminen und explosive Kampfmittelrückstände registriert, darunter 147 Kinder. Im März 2026 habe man ca. 876 ha von Minen geräumt. Seit Kriegsbeginn seien insgesamt 699 Kinder getötet und 2.457 verletzt worden (Stand: 16.04.26). In der russisch besetzten Frontstadt Oleschky (Region Cherson) sind Medienangaben vom 15.04.26 zufolge etwa 2.000 ukrainische Zivilpersonen seit fast drei Monaten eingeschlossen und haben nur eingeschränkten Zugang zu Lebensmitteln und Wasser. Es würde fast keine sichere Route für Evakuierungs- und Versorgungstransporte in die Stadt geben. Es drohe eine humanitäre Katastrophe.
2. Kriegsgeschehen und Rekrutierung
Laut Aussage des Oberbefehlshabers der ukrainischen Streitkräfte konnten im März 2026 über 50 km² zurückerobert werden. Nach Mitteilung des ukrainischen Verteidigungsministeriums vom 15.04.26 wird ein neues Operationsmodell eingeführt, das Drohnenkriegsführung und Infanterieoperationen integriert. In Sumy mussten sich ukrainische Truppen Berichten vom 13.04.26 zufolge aus mehreren bereits entvölkerten Dörfern zurückziehen, konnten aber einen größeren russischen Vormarsch verhindern. Jedoch habe sich die operative Grauzone im grenznahen Gebiet zur Russischen Föderation (RF) vergrößert. Präsident Selenskyj berichtete am 17.04.26 von Straßenbauarbeiten und der Errichtung von Artilleriestellungen in Belarus in Grenznähe zur Ukraine, was er als erneuten russischen Versuch wertet, Belarus in den Krieg hineinzuziehen. Belarussisches Territorium sei im Februar 2022 für einen Teil der russischen Invasion genutzt worden. Nachdem durch den Irankrieg Berichten zufolge die Nachfrage nach Patriot-Abwehrraketen deutlich gestiegen ist, hat Präsident Selenskyj einen kritischen Mangel an Flugabwehrraketen in der Ukraine beklagt. Die Bestände an wichtigen Abfangraketen würden zur Neige gehen, weshalb Selenskyj seine Partner aufgerufen habe, gegebene Versprechen an Hilfslieferungen auch zu erfüllen. Nach Aussage des ukrainischen Militärgeheimdienstes HUR vom 17.04.26 bereitet die RF eine neue Bodenoffensive im Frühjahr/Sommer im Südosten der Ukraine vor mit dem Ziel, bis September 2026 den gesamten Donbass zu erobern. Nach Medienangaben wurden unter Berufung auf die Nationalpolizei seit dem Jahr 2022 mindestens 620 Angriffe auf Rekrutierungsoffiziere und -zentren registriert (Stand: 12.04.26). Die Angriffe hätten in den vergangenen Monaten zugenommen. Die meisten Fälle seien in den Regionen Charkiw (69), Stadt Kyjiw (53) und Dnipropetrowsk (45) verzeichnet worden. Weitere Vorfälle hätten sich in Wolyn (39), Lemberg (37), Odessa (36), Tschernihiw (34), Chmelnyzkyj (30), Mykolajiw und Riwne (je 29), Tscherkasy und Poltawa (je 26), Region Kyjiw (24), Iwano-Frankiwsk (22), Saporischschja (20), Ternopil (17), Winnyzja und Transkarpatien (je 16), Tscherniwzi (15), Schytomyr (14), Sumy und Kirowohrad (je 11) sowie Cherson (1) ereignet. Der Menschenrechtsbeauftragte der Ukraine habe im Jahr 2025 insgesamt 6.125 Beschwerden über mögliche Verstöße von Rekrutierungsoffizieren erhalten, darunter der Einsatz von Gewalt und die unrechtmäßige Beschlagnahmung von persönlichen Gegenständen (2024: 3.312 Beschwerden, 2023: 514 und 2022: 18).
Quellen:
1. The Kyiv Independent, At least 2 killed, 6 injured in Russian strikes across Ukraine despite Easter ceasefire, last update 13.04.2026; The Kyiv Independent, At least 2 killed, 18 injured in Russian strikes across Ukraine over past day, last update 14.04.20206; The Kyiv Independent, At least 7 killed, 64 injured in Russian strikes across Ukraine over past day, last update 15.04.2026; The Kyiv Independent, Russian attacks kill 1, injure 6 in Odesa after striking residential building, spark Kyiv Oblast fire, last update 16.04.2026; The Kyiv Independent, At least 22 killed, 131 injured in Russian strikes across Ukraine over past day, last update 16.04.2026; The Kyiv Independent, At least 6 killed, 43 injured in Russian strikes across Ukraine over past day, last update 17.04.2026; RFE/RL, Russia Pummels Ukraine With Hundreds Of Drones, Missiles; At Least 19 Killed, Dozens Wounded, Radio Free Europe/Radio Liberty, last update 16.04.2026; The Kyiv Independent, At least 1 killed, 26 injured in Russian attacks across Ukraine over past day, last update 18.04.2026; The Kyiv Independent, At least 3 killed, 26 injured in Russian attacks across Ukraine over past day, last update 19.04.2026; The Guardian, Ukraine war briefing: Europe needs homegrown missile defence in a year – Zelenskyy, last update 20.04.2026; Ukrinform, Mehr als 1.400 Minenopfer in der Ukraine seit Kriegsbeginn, last update 07.04.2026; Ukrinform, 699 Kinder in der Ukraine seit Kriegsbeginn getötet, last update 16.04.2026; The Kyiv Independent, Nearly 2,000 Ukrainian civilians trapped in Russian-occupied Kherson Oblast town facing 'humanitarian catastrophe', last update 15.04.2026; The Kyiv Independent, Russia’s next war crime: After a winter of blackouts, Ukraine braces for summer water outages, last update 18.04.2026.
2. The Guardian, Ukraine war briefing: Netherlands to spend almost $300m on making drones for Ukraine, last update 16.04.2026; The Kyiv Independent, 'A new model of warfare' — Ukraine's Defense Ministry announces drone assault units, last update 16.04.2026; The Kyiv Independent, Ukrainian forces withdraw from villages in eastern Sumy Oblast amid heavy fighting, last update 13.04.2026; The Guardian, Ukraine war briefing: Russia seeking to bring Belarus back into the war, says Zelenskyy, last update 18.04.2026; The Kyiv Independent, New roads, artillery positions built in Belarus near Ukraine border, Zelensky says, last update 17.04.2026; Tagesschau, Die ukrainische Bevölkerung wird "mürbe gebombt", last update 16.04.2026; The Guardian, Ukraine war briefing: €90bn EU loan for Ukraine to be released in second quarter, last update 17.04.2026; The Kyiv Independent, Russia sets yet another Donbas capture deadline while demanding Ukraine withdraw without fighting, HUR says, last update 17.04.2026; Ukrinform, Russland bereitet neue Frühjahrs- und Sommeroffensive im Südosten der Ukraine vor – Vizechef der Hauptverwaltung für Aufklärung, last update 17.04.2026; Ukrinform, Kreml hat mindestens drei Szenarien für Krieg gegen die Ukraine - Zentrum zur Bekämpfung von Desinformationen, last update 16.04.2026; The Kyiv Independent, Enlistment officers targeted in more than 600 attacks since start of full-scale invasion, officials say, last update 17.04.2026.

Aktuelle Informationen aus den Briefing Notes des Bundesamts für Migration und Flüchtlinge (BAMF) vom 13. April 2026
1. Zivile Opfer
Medienangaben zufolge forderten russische Angriffe im Zeitraum 29.03. bis 12.04.26 mehrere zivile Todesopfer in folgenden ukrainischen Regionen: 29.03. (Cherson: 1), 30.03. (Poltawa: 1, Dnipropetrowsk: 1), 31.03. (Cherson: 2, Sumy: 1), 01.04. (Tscherkasy: 4), 03.04. (Donezk: 6, Cherson: 3, Charkiw: 2, Region: Kyjiw: 1, Schytomyr: 1, Sumy: 1), 04.04. (Dnipropetrowsk: 5, Charkiw: 2, Cherson: 2, Donezk: 1, Tschernihiw: 1), 05.04. (Dnipropetrowsk: 1, Donezk: 1), 06.04. (Odessa: 3), 07.04. (Dnipropetrowsk: 5, Cherson: 4, Saporischschja: 2, Donezk: 2, Sumy: 1), 08.04. (Charkiw: 1, Saporischschja: 1), 09.04. (Dnipropetrowsk: 2, Charkiw: 1, Saporischschja: 1), 10.04. (Odessa: 2, Poltawa: 1, Donezk: 1), 11.04. (Cherson: 3, Sumy: 1). Aus dem russisch besetzten Gebiet der Region Luhansk wurden laut Medienangaben vom 05.04.26 drei Tote infolge ukrainischer Angriffe gemeldet. Die Zahl der zivilen Opfer ist in der Ukraine laut UN im März 2026 im Vergleich zum Vormonat um 49 % und im Vergleich zum März 2025 um 70 %, maßgeblich durch Kurzstreckendrohnen, gestiegen. Auch habe sich im Jahr 2025 die Opferzahl mit 580 Toten und 3.295 Verletzten im Vergleich zu 2024 mehr als verdoppelt.
2. Kriegsgeschehen, Waffenruhe über Ostern, Gefangenenaustausch, Sabotage
Daten des Institute for the Study of War zufolge konnten die russischen Streitkräfte im März 2026 erstmals seit zweieinhalb Jahren kaum Gebietsgewinne in der Ukraine verzeichnen (Januar (319 km²), Februar (123 km²), März (23 km²)). Ursächlich für die Verlangsamung, insbesondere im südlichen Frontabschnitt, seien ukrainische Gegenoffensiven, die Unterbindung der russischen Nutzung von Starlink-Terminals und die Bemühungen des Kremls, den Zugang zu dem u. a. bei russischen Frontkämpfern häufig genutzten Messenger-Dienst Telegram einzuschränken. Nach Medienberichten vom 10.04.26 hatten sich beide Kriegsparteien anlässlich des orthodoxen Osterfestes auf eine 32 Stunden dauernde Waffenruhe geeinigt, beginnend am 11.04.26 um 16.00 Uhr und auslaufend am 12.04.26 um 24.00 Uhr. Weiteren Berichten zufolge meldeten beide Kriegsparteien zahlreiche Verstöße gegen die vereinbarte Feuerpause. Medien berichten am 11.04.26 von einem Gefangenenaustausch, in dessen Rahmen u. a. sieben Zivilpersonen aus russischer Gefangenschaft zurückgekehrten. Nach Medienangaben vom 12.04.26 hat der ukrainische Inlandsgeheimdienst SBU über 800 ukrainische Personen identifiziert, darunter mindestens 240 Minderjährige, die in den vergangenen zwei Jahren von der Russischen Föderation (RF) rekrutiert wurden, um Sabotageakte gegen Ziele wie kritische Infrastruktur und Rekrutierungsstellen durchzuführen.
3. Energie- und Eisenbahninfrastruktur
Medienangaben zufolge kam es infolge russischer Angriffe im Zeitraum 30.03. bis 12.04.26 zu Schäden und vorübergehenden Beeinträchtigungen in folgenden ukrainischen Regionen: 01.04. (Energieanlage in IwanoFrankiwsk, 11.000 Haushalte ohne Strom), 02.04. (Energieanlagen in Charkiw, Sumy, Dnipropetrowsk, Donezk, Saporischschja, Tscherkasy und Odessa, zahlreiche Haushalte ohne Strom), 06.04. (Energieanlage in Odessa, Hunderttausende ohne Strom; Energieanlage in Tschernihiw, 340.000 Menschen ohne Strom; Stromausfälle in Sumy, Charkiw und Cherson), 10.04. (Energieanlagen in Odessa, 11.000 Haushalte ohne Strom), 12.04. (Energieanlage in Tschernihiw, 12.000 Haushalte ohne Strom). Laut Medienangaben vom 06.04.26 kam es nach ukrainischen Angriffen zu Stromausfällen in den russisch besetzten Gebieten der Regionen Donezk und Saporischschja. Berichten vom 03.04.26 zufolge wurden im Winter 2025/26 auf ukrainische Gas- und Heizungsanlagen (Pipelines, Gasförderanlagen, unterirdische Speicher und Heizsysteme) insgesamt 129 russische Angriffe durchgeführt. Laut Energieminister Schmyhal konnten bereits 4 Gigawatt (GW) der im vergangenen Winter zerstörten 9 GW Stromerzeugungskapazität wiederaufgebaut werden. Seit Herbst 2025 hätte man 85 % der thermischen Kraftwerke und 66 % der Wasserkraftwerke wiederhergestellt sowie beschädigte Transformatoren repariert. Laut Mitteilung der ukrainischen Bahngesellschaft Ukrsalisnyzja stieg die Zahl russischer Angriffe auf das ukrainische Eisenbahnnetz von 134 im Januar über 166 im Februar auf 206 im März 2026. Im Gegensatz zu fest installierter Infrastruktur seien fahrende Züge schwerer zu schützen. Zu den Risikogebieten gehörten die Regionen Saporischschja, Dnipropetrowsk, Charkiw und Sumy.
4. Besetzte Gebiete: Rekrutierung an Hochschulen und militärische Siedlungsvorhaben
Nach Medienangaben vom 06.04.26 wurden die Hochschulleitungen in den russisch besetzen Gebieten der Ukraine verpflichtet, mindestens zwei Prozent der Studenten zum Militärdienst in die russischen Streitkräfte zu entsenden. Mittels der bereits angelaufenen Agitation und dem Versprechen von Studienvorteilen sollen Studenten dazu gebracht werden, Verträge zu unterzeichnen. In den grenznahen Teilen des besetzten Gebiets der Region Cherson will die RF Berichten vom 04.04.26 zufolge Grundstücke und Wohnungen an Kriegsveteranen verteilen, um eine russische Reserve zu bilden. Menschenrechtler sprechen von einer „hybriden militärischen Besiedlungsstrategie“.
Quellen:
1. The Kyiv Independent, At least 4 killed, 36 injured in Russian attacks on Ukraine over past day, last update 30.03.2026; The Kyiv Independent, At least 1 killed, 39 injured in Russian attacks on Ukraine over past day, last update 31.03.2026; The Kyiv Independent, As Kremlin rejects Easter ceasefire, at least 3 civilians killed, 33 injured in Russian attacks on Ukraine over past day, last update 01.04.2026; The Kyiv Independent, Mass daytime Russian drone attack on western, central Ukraine kills 4, thousands without power, last update 01.04.2026; The Kyiv Independent, Over 400 Russian drones detected in Ukraine's airspace during mass attack, at least 4 killed, over 30 injured, last update 03.04.2026; The Kyiv Independent, Russia increases attacks on civilians, killing 16 and injuring 94 more, last update 04.04.2026; The Kyiv Independent, Russian attacks kill 9, injure 95 in Ukraine over past day, last update 05.04.2026; The Kyiv Independent, 3 killed, including child, another 16 injured in Russian attack on Odesa, last update 06.04.2026; The Kyiv Independent, At least 5 killed, 28 injured by Russian attacks over past day, regional authorities say, last update 06.04.2026; The Kyiv Independent, Russian FPV drone hits bus in rush hour attack as strikes kill 9, injure 51 across Ukraine, last update 07.04.2026; The Kyiv Independent, Ukraine war latest: 9 killed, 49 injured in day of terror for Ukraine's south, last update 07.04.2026; The Kyiv Independent, At least 13 killed, 77 injured in Russian attacks on Ukraine over past day, last update 08.04.2026; The Kyiv Independent, At least 2 killed, 23 injured in Russian attacks on Ukraine over past day, last update 09.04.2026; The Kyiv Independent, At least 4 killed, 38 injured in Russian attacks on Ukraine over past day, last update 10.04.2026; The Guardian, Ukraine war briefing: allies asked Kyiv about reducing attacks on Russian energy sector, Zelenskyy says, last update 31.03.2026; The Guardian, Ukraine war briefing: Slovakia PM calls on EU to lift sanctions on Russian oil and gas, last update 05.04.2026; Ukrinform, Mehr als 1.400 Minenopfer in der Ukraine seit Kriegsbeginn, last update 07.04.2026; The Kyiv Independent, Russian attacks kill 4, injure 36 in Ukraine over past day, last update 11.04.2026; The Kyiv Independent, Russia violates Easter ceasefire 2,299 times; at least 4 killed, 35 injured in Ukraine over past day, last update 12.04.2026; UN OHCHR, In Ukraine short-range drones were the deadliest weapon for civilians in March, UN Human Rights Minitors say, UN Office of the High Commissioner for Human Rights, last update 10.04.2026; The Kyiv Independent, News from occupied Ukraine: Treason accusations in Crimea, doctor shortages, Tor missile system destroyed, last update 12.04.2026.
2. The Guardian, Ukraine war briefing: Zelenskyy offers expertise on keeping waterways open amid Middle East conflict, last update 03.04.2026; The Guardian, Ukraine war briefing: Russian army records almost no territorial gains for first time since 2023, analysis shows, last update 04.04.2026; RFE/RL, Ukraine, Russia Agree To 32-Hour Truce For Orthodox Easter, Radio Free Europe/Radio Liberty, last update 10.04.2026; Tagesschau, Putin kündigt Feuerpause zum orthodoxen Osterfest an, last update 10.04.2026; Tagesschau, Ukraine und Russland melden Verstöße gegen Waffenruhe, last update 12.04.2026; RFE/RL, Ukraine, Russia Report Thousands Of Easter Truce Violations, Radio Free Europe/Radio Liberty, last update 12.04.2026; Ukrinform, 182 Ukrainer kehren aus russischer Gefangenschaft zurück, last update 11.04.2026; The Kyiv Independent, Russian forces executed 4 Ukrainian POWs in Kharkiv Oblast, prosecutors say, last update 12.04.2026; The Guardian, From brutal occupation to brazen recruitment: Russia turns Bucha residents against their own, last update 12.04.2026.
3. Tagesschau, Mindestens drei Tote in Odessa, last update 06.04.2026; The Kyiv Independent, Over 340,000 left without power in northern Ukraine's Chernihiv Oblast following Russian strikes, last update 06.04.2026; The Kyiv Independent, Mass daytime Russian drone attack on western, central Ukraine kills 4, thousands without power, last update 01.04.2026; Ukrinform, Notfallstromabschaltungen in mehreren Regionen angeordnet, last update 06.04.2026; Ukrinform, Stromausfälle in sieben Regionen durch russischen Beschuss, last update 02.04.2026; The Guardian, Ukraine war briefing: Russian oil facilities burn as Zelenskyy tours Middle East, last update 06.04.2026; Ukrinform, Zwei große Energieanlagen in der Region Odessa durch russische Angriffe stark beschädigt, last update 10.04.2026; The Guardian, Ukraine war briefing: Zelenskyy offers expertise on keeping waterways open amid Middle East conflict, last update 03.04.2026; The Kyiv Independent, Ukraine restores nearly half of power generation wiped out by Russia, last update 04.04.2026; The Kyiv Independent, As Russian attacks on Ukraine's railways intensify, passenger trains now targets for drones, last update 06.04.2026; The Kyiv Independent, Russia strikes Energy infrastructure in Chernihiv Oblast, leaving 12,000 subscribers without power, last update 13.04.2026.
4. Ukrinform, Besatzer verlangen von Universitäten in besetzten Gebieten mindestens 2 Prozent ihrer Studierenden zum Wehrdienst in russischer Armee, last update 06.04.2026; Ukrinform, Russland will Militärsiedlungen in den besetzten Gebieten errichten, last update 04.04.2026.

Wichtig für Drittstaatsangehörige aus der Ukraine: Der aktuelle Aufenhaltstatus endet am 4. März 2025
Am 4. März 2025 ändert sich der Status der bei uns lebenden Drittstaatsangehörigen aus der Ukraine, deren Aufenthaltsrecht nach § 24 AufenthG per Durchführungsbeschluss des Rates der Europäischen Union vom 25. Juni 2024 (https://eur-lex.europa.eu/legal-content/DE/TXT/HTML/?uri=OJ:L_202401836) geregelt ist.
Über die Folgen für die Betroffenen informiert die im westfälischen Münster ansässige Gemeinnützigen Gesellschaft zur Unterstützung Asylsuchender e. V. (GGUA) in einer umfangreichen Hilfestellung: https://www.einwanderer.net/fileadmin/downloads/tabellen_und_uebersichten/Drittstaatsangehoerige_Ukraine_2025.pdf
Ergänzend dazu verweist das Jobcenter auf diese Regelungnen:
1. Beim Einsatz von Förderleistungen kann bei Geflüchteten aus der Ukraine von einer positiven Prognose ohne weitere Prüfung des Aufenthaltstitels zumindest bis zum 4.März 2026 ausgegangen werden.
2. Die Befristung des Aufenthaltstitels schließt auch eine über das Ende des befristeten Aufenthaltstitels hinausgehende Förderung einer längerfristigen Maßnahme nicht grundsätzlich aus. Dabei sind folgende Voraussetzungen zu beachten:
Die Entscheidung über eine sinnvolle und notwendige Förderung ist unter Beachtung von § 3 Absatz 3 SGB II bzw. § 7 SGB III (Wirtschaftlichkeit und Sparsamkeit) zu treffen und vom konkreten Einzelfall abhängig.
Läuft die Geltungsdauer während des vorgesehenen Förderzeitraums oder der Nachbeschäftigungszeit (EGZ) aus, ist im Rahmen des Untersuchungsgrundsatzes (§ 20 Abs. 2 SGB X) zu prüfen, ob nach Ablauf eines befristeten Aufenthaltsrechts die Möglichkeit einer Verlängerung des Aufenthalts besteht; beispielsweise auf der Grundlage eines Aufenthaltstitels zur Berufsausbildung oder zur Anerkennung eines ausländischen Berufsabschlusses.
Grundsätzlich ist ein Wechsel in andere Aufenthaltstitel, insbesondere zu Erwerbs- oder Bildungszwecken zulässig. Im Falle des Arbeitsplatzverlustes ist eine Rückkehr in eine Aufenthaltserlaubnis nach § 24 Absatz 1 AufenthG weiterhin möglich, solange die Richtlinie 2001/55/EG zum vorübergehenden Schutz Anwendung findet und die betreffende Person zum Kreis der Anspruchsberechtigten gehört.
Die Befristung der Aufenthaltserlaubnis nach § 24 AufenthG ist rechtlich gleichzusetzen mit der Befristung jeglicher anderer Aufenthaltserlaubnisse (siehe Anhang: BMI-Länderschreiben vom 8. Oktober 2024).
3. Neues Verfahren zur Vereinbarung von Terminen beim Landesamt für Einwanderung (LEA)
Das Landesamt für Einwanderung hat das Verfahren zur Vergabe der Termine grundlegend geändert. Die bisherige Online-Terminvereinbarung wurde dauerhaft außer Betrieb genommen. Die Terminvergabe erfolgt über den Online-Antrag oder mittels Kontaktformular.
Das Landesamt für Einwanderung stellt den Großteil der Dienstleistungen auf digitale Anträge um. Für erste Dienstleistungen (wie zum Beispiel für Verpflichtungserklärungen, den Aufenthaltstitel Blaue Karte EU oder Aufenthaltserlaubnisse zur Ausbildung) werden die Termine nach Prüfung der online eingereichten Dokumente direkt von den zuständigen Referaten an die Antragsteller vergeben.
Wenn für die benötigte Dienstleistung noch kein Online-Antrag zur Verfügung steht, können Termine bei den zuständigen Referaten mittels Kontaktformular vereinbart werden. In Notfällen kann das Kontaktformular des zuständigen Referats genutzt werden.
Die Informationen zur Terminvergabe beim Landesamt für Einwanderung sind unter folgenden Link hinterlegt: https://www.berlin.de/einwanderung/termine/termin-vereinbaren

Wikipedia über die Ukraine
Informationen über die Ukraine in Wikipedia: https://de.wikipedia.org/wiki/Ukraine




