Ukraine: Informationen über Geflüchtete bei uns und die Situation im Heimatland

Informationen zu Kriegsflüchtlingen aus der Ukraine in Deutschland

Seit Beginn des russischen Angriffskriegs im Februar 2022 sind mehr als eine Million Menschen aus der Ukraine nach Deutschland geflohen. Der Mediendienst Integration hat dazu die wichtigsten Zahlen zusammengestellt. 


Danach halten sich nach Angaben des Ausländerzentralregisters am Stichtag 31. Oktober in Deutschland


⦁ 1.309.374 Flüchtlinge aus der Ukraine auf, davon 1.270.826 ukrainische Staatsbürgerinnen und Staatsbürger. Von diesen haben1.127.185 einen Aufenthaltstitel nach §24 AufenthG

⦁ 55.703 eine Fiktionsbescheinigung (d.h. es wurde noch nicht über den Antrag entschieden)

⦁ 53.904 einen Antrag auf §24 AufenthG gestellt

⦁ 32.067 ein Schutzgesuch geäußert und

⦁ 40.515 noch kein Schutzgesuch geäußert und keine Titelerteilung.


Mehr dazu unter: https://mediendienst-integration.de/fluechtlinge/ukrainische-fluechtlinge-in-deutschland/wie-viele-fluechtlinge-aus-der-ukraine-leben-in-deutschland

Aktuelle Informationen aus den Briefing Notes des Bundesamts für Migration und Flüchtlinge (BAMF) vom 16. März 2026

1. Bemühungen um Waffenstillstand wegen Iran-Krieg ins Stocken geraten


Am 12.03.26 kam es laut Berichterstattung zu einem Treffen russischer und US-amerikanischer Vertreter. Das Treffen fand demnach kurz vor der Erteilung einer 30-tägigen Lizenz durch die USA statt. Die Lizenz ermögliche es Ländern, russisches Öl und Erdölprodukte zu kaufen mit dem Ziel, die durch den Iran-Krieg erschütterten globalen Energiemärkte zu stabilisieren. Bereits zum Wochenbeginn des 09.03.26 hatten die USA einige Sanktionen gegen russisches Öl aufgehoben. Kritische Stimmen monieren, dies würde die russische Kriegskasse füllen.


2. Zivile Opfer, Situation von Kindern


Medienangaben zufolge forderten russische Angriffe im Zeitraum 08.03. bis 15.03.26 mehrere zivile Todesopfer in folgenden ukrainischen Regionen: 08.03. (Donezk: 1), 09.03. (Cherson: 1), 10.03. (Donezk: 4, Sumy: 2, Dnipropetrowsk: 1, Cherson: 1), 11.03. (Charkiw: 3, Cherson: 2, Tschernihiw: 1), 12.03. (Donezk: 2, Sumy: 1), 13.03. (Charkiw: 2, Dnipropetrowsk: 1), 14.03. (Region Kyjiw: 5, Saporischschja: 2, Cherson: 1, Donezk: 2, Charkiw: 1). Die Unabhängige Internationale Untersuchungskommission der UN zur Ukraine gab am 10.03.26 an, dass „russische Behörden die Verbrechen gegen die Menschlichkeit der Deportation und Zwangsverlegung sowie des Verschwindenlassens von Kindern begangen haben“. Demnach sind „Tausende“ Kinder aus den besetzten Gebieten deportiert oder verlegt worden, wovon bisher 1.205 Fälle bestätigt wurden. 80 % der in den von der Kommission untersuchten Fällen seien nicht zurückgekehrt. Der UN-Bericht lässt darauf schließen, dass die Entführungen „weit verbreitet und systematisch waren“. Ukrainische Behörden gingen von einer weit höheren Zahl entführter Kinder aus (Menschenrechtsbeauftragter des Parlaments, D. Lubinez: 150.000, Präsidentenbeauftragte für Kinderrechte, D. Herasymtschuk: 200.000 bis 300.000). Des Weiteren äußerte Lubinez, dass seit dem Jahr 2022 insgesamt 688 Kinder umgekommen, 2.392 Kinder verletzt (Stand: 26.11.25, Generalstaatsanwaltschaft) und mindestens 23 Fälle sexueller Gewalt registriert wurden.


3. Kriegsgeschehen, Eisenbahninfrastruktur, Kollaboration


Während der ukrainische Generalstab laut Medienberichten vom 11.03.26 angab, bei einer Gegenoffensive fast das gesamte russisch besetzte Gebiet in der Region Dnipropetrowsk zurückerobert und russische Truppen aus einem 400 km² großen Territorium vertrieben zu haben, sprach Präsident Putin von weiteren russischen Geländegewinnen im Donbas. Nach Medienangaben vom 14.03.26 nehmen die russischen Streitkräfte zunehmend die Eisenbahninfrastruktur ins Visier, um die ukrainische Militärlogistik zu stören und zugleich Druck auf das inländische Transportsystem auszuüben. Demnach wurden in den ersten vier Märztagen 18 Mal Eisenbahnanlagen angegriffen und beschädigt. Laut ataatsanwaltschaftlichen Angaben vom 13.03.26 wurden 13 prorussische Kollaborateure aus den besetzten Regionen Donezk und Luhansk identifiziert, denen Kriegsverbrechen in der russisch besetzten Stadt Isjum (Region Charkiw) vorgeworfen werden. Die bereits im Jahr 2014 auf die russische Seite übergelaufenen Personen hätten Propagandavideos u. a. von ihren Foltermaßnahmen erstellt, weshalb ihnen Hochverrat und Verstöße gegen das Kriegsrecht vorgeworfen werde.


4. Energieinfrastruktur


Laut Medienberichten vom 09.03.26 wurde bei Angriffen auf die Energieinfrastruktur in der Region Sumy teilweise die Stromversorgung unterbrochen. Angaben vom 12.03.26 kam es nach russischen Luftangriffen in Teilen der Stadt Charkiw zu Stromausfällen, die wenig später teilweise behoben wurden. In der Region Odessa wurde Berichten vom 12.03.26 zufolge eine Ölpumpstation angegriffen, die der alternativen Versorgung Europas mit nicht-russischem Erdöl dient. Nach russischen Luftangriffen in der Nacht zum 14.03.26 fiel laut Berichten in der Stadt und Region Kyjiw der Strom aus. Laut Energieminister Denys Schmyhal decken Stromimporte aus Europa aktuell 12 % (1 Gigawatt) des täglichen Strombedarfs der Ukraine. In einigen Regionen seien Notstromabschaltungen aufgehoben worden. Bei noch vorliegenden Stromdefiziten seien Stromsperren gekürzt worden. Bislang sei es gelungen, 3,5 Gigawatt an Stromerzeugungskapazität wiederherzustellen.


5. Besetzte Gebiete: Erwerb russischer Staatsbürgerschaft, Einschränkungen bei Abtreibungen 


Laut Medienangaben hat Präsident Putin am 04.03.26 ein Dekret unterzeichnet, das die Erleichterung des Erwerbs der russischen Staatsbürgerschaft in den besetzten Gebieten auf unbestimmte Zeit verlängert. Das per Gesetz aus dem Jahr 2022 eingeführte vereinfachte Verfahren sei somit entfristet worden. Medien berichten am 12.03.26, dass die russisch kontrollierten Behörden in der besetzten Ukraine vor dem Hintergrund der demografischen Krise die Einschränkungen der reproduktiven Rechte von Frauen verschärfen. Frauen in besetzten Gebieten seien aufgrund zahlreicher Vergewaltigungen durch russische Soldaten besonders gefährdet. Eine Frau benötige zunächst einen russischen Pass, um einen Arzt aufsuchen zu können. Sie müsse sich dann medizinischen Untersuchungen unterziehen, die nicht überall in den besetzten Gebieten verfügbar und teuer seien. Sollte der Abtreibungswunsch weiterhin bestehen, erfolge ein „disziplinarisches Gespräch“ mit einem Priester der russisch-orthodoxen Kirche. Privaten Krankenhäusern sei es teilweise verboten, Abtreibungen durchzuführen. Die Einschränkungen hätten zu einem Anstieg illegaler Schwangerschaftsabbrüche außerhalb medizinischer Einrichtungen geführt.


Quellen:


1. The Guardian, Ukraine war briefing: Putin envoy says US better understands importance of Russian oil amid energy crisis, last update 13.03.2026; The Guardian, Ukraine war briefing: Zelenskyy accuses Hungary of ‘banditry’ over seized gold and cash, last update 11.03.2026; RFE/RL, Ukraine Peace Talks Appear Paused Amid Middle East Conflict. What Happens Next? Radio Free Europe/Radio Liberty, last update 13.03.26.


2. Ukrinform, Russen töten in Region Donezk einen Zivilisten, drei weitere verletzt, last update 09.03.2026; Ukrinform, In Region Cherson ein Zivilist getötet, zwölf verletzt, 46 Ortschaften beschossen, last update 11.03.2026; Ukrinform, Angriff auf Charkiw: Zahl der Verletzten steigt auf sieben, zwei Todesopfer, last update 11.03.2026; Ukrinform, Russen töten zwei und verletzen sechs Zivilisten in Region Donezk, last update 13.03.2026; Ukrinform, Russischer Drohnenangriff auf Bus in Region Charkiw: Zwei Tote, drei Verletzte, last update 13.03.2026; The Kyiv Independent, At least 9 killed, 44 injured in Russian attacks on Ukraine over past day, last update 11.03.2026; The Kyiv Independent, At least 5 killed, more than 100 injured in Russian attacks on Ukraine over the past day, last update 12.03.2026; The Kyiv Independent, At least 3 killed, 27 injured in Russian attacks on Ukraine over the past day, last update 13.03.2026; RFE/RL: Ukraine Says Key Missile-Parts Plant Hit; Russia Claims Civilians Killed, Radio Free Europe/Radio Liberty, last update 10.03.2026; The Guardian, Ukraine war briefing: Zelenskyy accuses Hungary of ‘banditry’ over seized gold and cash, last update 11.03.2026; The Kyiv Independent, Russia committed crimes against humanity through deportation of Ukrainian children, UN inquiry finds, last update 11.03.2026; The Guardian, Ukraine war briefing: War in the Middle East is bad news for Ukraine, says Zelenskyy, last update 14.03.2026; Ukrinform, Zahl der Toten nach russischen Angriffen in der Region Kyjiw steigt auf 5. 22 Menschen wurden verletzt, last update 14.03.2026; Ukrinform, In Region Cherson ein Zivilist getötet, 17 verletzt, darunter drei Kinder, 39 Ortschaften beschossen, last update 15.03.2026; Ukrinform, Russen töten zwei Zivilisten in Region Donezk, last update 15.03.2026; Ukrinform, In Region Saporischschja zwei Menschen getötet, 21 Verletzte, last update 15.03.2026; The Kyiv Independent, Russian strikes kill 7, injure 46 across Ukraine as energy grid targeted again, last update 14.03.2026.


3. The Guardian, Ukraine war briefing: Zelenskyy accuses Hungary of ‘banditry’ over seized gold and cash, last update 11.03.2026; The Kyiv Independent, Ukraine retakes most Russian-held areas in Dnipropetrovsk Oblast after weeks of counterattacks, last update 10.03.2026; The Kyiv Independent, Zelensky shares new update on liberated Ukrainian territory, says Kyiv 'more positive' than at end of 2025, last update 09.03.2026; The Kyiv Independent, ‘It feels like that has been taken away from us’— Russia’s rail attacks make travel in Ukraine riskier, last update 14.03.2026; The Kyiv Independent, Ukraine war latest: 'Murders for the sake of Russian propaganda' — Ukraine identifies 13 collaborators accused of war crimes in Izium, last update 14.03.2026.


4. Ukrinform, Energieinfrastruktur in der Region Sumy unter Dauerbeschuss, last update 09.03.2026; Ukrinform, Stromausfälle in Charkiw nach russischem Doppelangriff auf Umspannwerk, last update 12.03.2026; The Guardian, Ukraine war briefing: row between Kyiv and Hungary over pipeline carrying Russian oil deepens, last update 12.03.2026; Ukrinform, Energieminister: 12% vom täglichen Strombedarf werden derzeit durch Stromimporte abgedeckt, last update 13.03.2026; Tagesschau, Tote nach russischem Angriff im Großraum Kiew, last update 14.03.2026.


5. The Kyiv Independent, Russia makes obtaining Russian citizenship in occupied territories indefinite, signaling consolidation, last update 10.03.2026; The Kyiv Independent, Russia tightens control over abortion in Ukraine's occupied territories, last update 12.03.2026.

Aktuelle Informationen aus den Briefing Notes des Bundesamts für Migration und Flüchtlinge (BAMF) vom 9. März 2026

1. Zivile Opfer


Medienangaben zufolge forderten russische Angriffe im Zeitraum 01.03. bis 08.03.26 mehrere zivile Todesopfer in folgenden ukrainischen Regionen: 01.03. (Donezk: 3, Dnipropetrowsk: 1, Tschernihiw: 1), 02.03. (Donezk: 6, Dnipropetrowsk: 1), 03.03. (Cherson: 3, Donezk: 1, Charkiw: 1, Sumy: 1), 04.03. (Cherson: 3, Donezk: 2, Charkiw: 2), 05.03. (Cherson: 1), 06.03. (Donezk: 1), 07.03. (Charkiw: 13, Sumy: 1, Donezk: 1, Dnipropetrowsk: 1). Laut Mitteilung des ukrainischen Menschenrechtsbeauftragten vom 06.03.26 wurden 19 Zivilpersonen aus dem grenznahen Dorf Sopytsch (Region Sumy) von russischem Militär in die Russische Föderation (RF) verschleppt. Bereits im Dezember 2025 gab es einen ähnlichen Vorfall in der Region.


2. Kriegsgeschehen und Rückkehr von Kriegsgefangenen


Medien berichteten am 03.03.26, dass die russische Armee im Februar 2026 den langsamsten Vormarsch auf ukrainischem Territorium seit fast zwei Jahren verzeichnet hat. Demnach rückte die RF im vergangenen Monat insgesamt 123 km² in der Region Donezk vor, während die Ukraine Gebietsgewinne am Schnittpunkt der Regionen Dnipropetrowsk, Saporischschja und Donezk erzielen konnte. Die ukrainischen Streitkräfte hätten in den letzten zwei Februarwochen erstmals seit der Gegenoffensive im Sommer 2023 mehr Territorium befreit als verloren. Russische Luftangriffe haben Berichten zufolge wiederholt die ukrainische Eisenbahninfrastruktur ins Visier genommen. Demnach wurden am 08.03.26 Strecken in den Regionen Charkiw und Sumy angegriffen. Bereits in den Tagen zuvor habe es Drohnenangriffe auf Bahnstrecken in den Regionen Dnipropetrowsk, Mykolajiw und Odessa gegeben.


Am 06.03.26 hat Präsident Selenskyj Berichten zufolge im Rahmen eines Gefangenenaustauschs die Rückholung von 300 Militärangehörigen und zwei Zivilpersonen aus russischer Gefangenschaft verkündet, nachdem bereits am Vortag 200 ukrainische Kriegsgefangene zurückkehrten. Damit seien seit Kriegsbeginn insgesamt 6.622 ukrainische Kriegsgefangene zurückgekehrt. Laut Mitteilung des ukrainischen Menschenrechtsbeauftragten Dmytro Lubinez vom 03.03.26 wurden unter Bezug auf UN-Angaben über 95 % ukrainische Kriegsgefangene von der RF systematisch gefoltert und 337 ukrainische Kriegsgefangene hingerichtet (Stand: Dezember 2025).


3. Energieinfrastruktur


Infolge russischer Luftangriffe auf ukrainische Energieanlagen wurden nach Medienangaben vom 04.03.26 in den Regionen Dnipropetrowsk, Mykolajiw, Charkiw, Sumy und Cherson Stromausfälle gemeldet. In manchen Regionen wurden demnach Notstromabschaltungen, in anderen Regionen Beschränkungen des Stromverbrauchs für die Industrie und stündliche Abschaltpläne für die Bevölkerung eingeführt. Nachdem laut Angaben der Kyjiwer Stadtverwaltung am 02.03.26 zwischenzeitlich nur noch über 100 Wohngebäude in der Hauptstadt ohne Wärmeversorgung waren, waren nach russischen Luftangriffen am 07.03.26 Berichten zufolge 1.900 Wohnhäuser von Heizungsausfällen betroffen. Laut Gesundheitsbehörde hat es vereinzelte Todesfälle im Freien bei Obdachlosen gegeben. Nach Aussage von Energieminister Denys Schmyhal vom 03.03.26 lag die Stromerzeugungskapazität vor der russischen Vollinvasion 2022 bei 32 Gigawatt und liegt aktuell bei knapp 10 Gigawatt. Aufgrund steigender Temperaturen und fortlaufender Reparaturarbeiten an beschädigten Energieanlagen sei das Defizit im Stromnetz um das fünf- bis sechsfache im Vergleich zum Winter 2025/26 zurückgegangen.


4. Ukrainische Kriegsflüchtlinge in Polen verlieren Sonderstatus 


Medienangaben zufolge können ab dem 05.03.26 sämtliche Ukrainerinnen und Ukrainer, die durch den Krieg einen Aufenthaltsstatus in Polen erhalten haben, zunächst bis zum 04.03.27 legal im Land bleiben. Demnach können sie im Jahr 2026 einen Antrag auf weiteren Aufenthalt mit den gewöhnlichen Regeln für Nicht-EU-Bürger stellen. Die gesetzliche Neuregelung beinhalte die Kürzung von Sozialleistungen und verstärkten Nachweispflichten.


Quellen:


1. Ukrinform, Zahl der Verletzten nach russischem Angriff auf Regionalzug in der Region Dnipropetrowsk steigt auf 10, ein Mensch getötet, last update 02.03.2026; Ukrinform, Russen töten sechs und verletzen 19 Zivilisten in Region Donezk, last update 03.03.2026; Ukrinform, Region Cherson unter massivem Beschuss - ein Toter, 8 Verletzte, last update 03.03.2026; Ukrinform, Russen töten einen Zivilisten in Region Donezk, es gibt Verletzte, last update 04.03.2026; Ukrinform, Russen greifen Cherson mit Artillerie an - ein Mensch getötet, last update 05.03.2026; The Kyiv Independent, At least 9 killed, 19 injured in Russian attacks on Ukraine over past day, last update 02.03.2026; The Kyiv Independent, At least 3 killed, 30 injured in Russian attacks on Ukraine over past day, last update 04.03.2026; The Kyiv Independent, At least 7 killed, 25 injured in Russian attacks on Ukraine over past day, last update 05.03.2026; The Kyiv Independent, Explosions rock Kyiv, kill 5 in Kharkiv as Russia strikes residential building, last update 07.03.2026; The Guardian, Ukraine war briefing: nationwide air alert issued after at least six killed in strikes on Kharkiv and Dnipro, last update 07.03.2026; Ukrinform, Russen verschleppen 19 Menschen aus der Region Sumy, last update 06.03.2026; The Kyiv Independent, Russian attacks against Ukraine kill 10, injure 40 over past day, last update 07.03.2026; The Kyiv Independent, Ukraine war latest: Russian attack kills 11 in Kharkiv, including 2 children, last update 08.03.2026; Ukrinform, Russen greifen Zivilisten in der Region Charkiw mit Drohnen an – zwei Menschen getötet, last update 07.03.2026; Ukrinform, Russen töten in Region Donezk einen Zivilisten, sieben Verletzte, last update 07.03.2026.


2. The Guardian, Ukraine war briefing: Russia’s army records slowest advance since 2024 amid Starlink cut, data shows, last update 03.03.2026; RFE/RL, Ukraine, Russia Conduct 200-For-200 POW Exchange, Radio Free Europe/Radio Liberty, last update 05.03.2026; The Kyiv Independent, Ukraine secures release of 300 POWs, 2 civilians in second stage of exchange with Russia, last update 06.03.2026; The Kyiv Independent, Ukraine War Latest: Ukrainian forces liberate 9 eastern settlements as Russian troops face Starlink disruptions, last update 03.03.2026; Ukrinform, Menschenrechtsbeauftragter: Russen haben 337 ukrainische Kriegsgefange hingerichtet, last update 03.03.2026; Ukrinform, Ukraine hat im Februar erstmals seit drei Jahren mehr Territorium befreit als verloren – ISW, last update 04.03.2026; Ukrinform, Weitere 300 Militärangehörige und 2 Zivilisten kehren aus russischer Gefangenschaft in die Ukraine zurück, last update 06.03.2026; The Kyiv Independent, Ukraine halts Russian offensive toward Zaporizhzhia, killing, injuring 300 Russian troops, HUR claims, last update 07.03.2026; The Kyiv Independent, Zelensky shares new update on liberated Ukrainian territory, says Kyiv 'more positive' than at end of 2025, last update 09.03.2026; Ukrinform, Russische Drohne trifft Personenzug Kyjiw-Sumy, last update 08.03.2026; The Kyiv Independent, Russia continues to escalate drone attacks on passenger trains, railway infrastructure, last update 04.03.2026.


3. Ukrinform, In Kyjiw über 100 Hochhäuser nach wie vor ohne Heizung, last update 02.03.2026; Ukrinform, Schmyhal: in der Ukraine nur noch 10 Gigawatt Stromkapazitäten geblieben, last update 03.03.2026; Ukrinform, Russen greifen erneut Energieobjekte an, fünf Regionen ohne Strom, last update 04.03.2026; Ukrinform, In Kyjiw durch Angriff der Russischen Föderation eine kritische Infrastrukturanlage beschädigt, 1.905 Häuser ohne Heizung, last update 07.03.2026; Ukrinform, Kyiv reports zero deaths from winter outages — but there's a catch, last update 08.03.2026; Tagesschau, Die Ukraine sehnt den Frühling herbei, last update 09.03.2026.


4. Tagesschau, Ukrainer in Polen verlieren Sonderstatus, last update 05.03.2026

Aktuelle Informationen aus den Briefing Notes des Bundesamts für Migration und Flüchtlinge (BAMF) vom 2. März 2026

1. Zivile Opfer


Medienangaben zufolge forderten russische Angriffe im Zeitraum 23.02. bis 01.03.26 zivile Todesopfer in folgenden ukrainischen Regionen: 23.02. (Odessa: 2, Saporischschja: 1), 24.02. (Cherson: 1, Saporischschja: 1, Dnipropetrowsk: 1), 25.02. (Sumy: 1, Saporischschja: 1), 26.02. (Donezk: 2,  Cherson: 1), 27.02. (Sumy: 4), 28.02. (Donezk: 3, Dnipropetrowsk: 1, Cherson: 1, Saporischschja: 1), 01.03. (Cherson: 4). UN-Generalsekretär Guterres bezifferte laut Medienangaben vom 25.02.26 über 15.000 getötete und über 41.000 verletzte Zivilpersonen, darunter 3.200 getötete oder verletzte Kinder. Nach Angaben des ukrainischen Beauftragten für vermisste Personen vom 26.02.26 gelten seit dem 24.02.22 mehr als 90.000 Ukrainerinnen und Ukrainer, Soldaten wie Zivilpersonen, offiziell als vermisst. Laut Berichten vom 27.02.26 wurde beim russischen Beschuss der Frontstadt Kostjantyniwka und der dort ausharrenden Zivilbevölkerung verbotene Phosphormunition verwendet.


2. Kriegsgeschehen


Laut Institute for the Study of War hat die ukrainische Armee im Zeitraum 11.02.-15.02.26 über 200 km² eigenes Staatsgebiet zurückerobert. Der Oberbefehlshaber der ukrainischen Streitkräfte sprach Berichten vom 23.02.26 zufolge gar von 400 km². Der Grund dafür ist demnach der seit Anfang Februar 2026 gesperrte Zugriff für die Russische Föderation (RF) auf das Satellitensystem Starlink. Die ukrainischen Rückeroberungen würden sich vor allem auf eine Zone ca. 80 km östlich der Stadt Saporischschja konzentrieren. Alternativ setze die russische Kriegsführung im Drohnenkampf an der Front seit einiger Zeit zunehmend Glasfasertechnik ein und würde so unbehelligt von Funkstörungen ins Ziel gelenkt. Nach Medienangaben vom 24.02.26 wurden in der Region Odessa zwei ukrainische Personen wegen des Verdachts des Hochverrats unter Kriegsrecht festgenommen, Starlink-Satelliteninternet-Terminals für russische Streitkräfte gegen Geldzahlungen registriert zu haben. Laut ukrainischen Behörden würden russische Streitkräfte aktiv versuchen, ukrainische Personen für die Registrierung von Satellitenterminals zu rekrutieren. Laut Aussage des ukrainischen Verteidigungsministers vom 25.02.26 soll die Installation von Anti-Drohnen-Netzen über Straßen in den ukrainischen Frontgebieten beschleunigt werden und bis Ende des Jahres 2026 ca. 4.000 km Straßen abdecken. Damit würden die Schutzmaßnahmen für militärische Nachschubwege und rückwärtige Stützpunkte, aber auch Krankenhäuser, Infrastruktur und den zivilen Verkehr verstärkt.


3. Energieinfrastruktur


Berichten des staatlichen Netzbetreibers Ukrenerho vom 24.02.26 zufolge haben russische Angriffe auf die Energieinfrastruktur zu Stromausfällen in den Regionen Charkiw, Donezk, Dnipropetrowsk und Odessa geführt. Bei russischen Luftangriffen in der Nacht zum 26.02.26 sind laut Berichterstattung die Erdgasinfrastruktur in der Region Poltawa angegriffen sowie Umspannwerke in den Regionen Kyjiw und Dnipropetrowsk getroffen worden. Am 28.02.26 berichten Medien über russische Angriffe auf die Erdgasinfrastruktur in den Regionen Charkiw und Tschernihiw. Nach Angaben des staatlichen Atomunternehmens Enerhoatom vom 23.02.26 sind im AKW Saporischschja von einst 159 nur noch 22 lizenzierte Nuklearspezialisten tätig. Der Personalmangel würde den sicheren Betrieb des AKWs gefährden. Laut Enerhoatom wurde Personal, teils auch körperlich, unter Druck gesetzt, Verträge mit dem staatlichen russischen Atomkonzern Rosatom zu unterzeichnen. 2.500 hätten dies abgelehnt. Verweigerer seien gefoltert und inhaftiert worden.  Enerhoatom habe 14 Personen dokumentiert, die sich in Langzeithaft befänden, zehn von ihnen seien von der RF zu Haftstrafen zwischen fünf und 25 Jahren verurteilt worden. Die Opfer seien der Spionage, des Terrorismus, des Hochverrats und der Sabotage beschuldigt worden. Laut der ukrainischen NGO Truth Hounds wurden insgesamt mindestens 78 Mitarbeiter ukrainischer Kraftwerke illegal inhaftiert sowie Folter und Misshandlungen ausgesetzt. Nach Medienangaben vom 28.02.26 hat die Internationale Atomenergie-Organisation eine vorübergehende lokale Waffenruhe vermittelt, um die Wiederherstellung der Notstromversorgung des AKW zu ermöglichen. Laut ukrainischem Energieminister unterstützen über 40 Länder und Organisationen den ukrainischen Energiesektor im Winter 2025/26. Im Jahr 2025 seien rd. 600 Mio. EUR über den Energiefonds mobilisiert worden. Seit dem 24.02.22 seien mindestens 64 Großangriffe auf den ukrainischen Energiesektor verübt worden und die Ukraine habe über 2.000 humanitäre Hilfslieferungen für den Energiesektor erhalten.


4. Finanzhilfe


Der Internationale Währungsfonds hat laut Medienangaben vom 27.02.26 einen vierjährigen Kredit in Höhe von 8,1 Mrd. USD für die Ukraine genehmigt, wovon 1,5 Mrd. USD sofort ausgezahlt werden.


Quellen:


1. Ukrinform, Region Sumy massiv angegriffen, ein Mann ums Leben gekommen, last update 26.02.2026; The Kyiv Independent, At least 3 killed, 28 injured in Russian attacks against Ukraine over the past day, last update 24.02.2026; The Kyiv Independent, At least 5 killed, 18 injured in Russian attacks against Ukraine over the past day, last update 25.02.2026; The Kyiv Independent, At least 1 killed, 33 injured in Russian attacks against Ukraine over past day, last update 26.02.2026; Tagesschau, Weitere Russland-Sanktionen auf der Kippe, last update 23.02.2026; The Guardian, Ukraine war briefing: UN chief says war a ‘stain on our collective conscience’, as US abstains from vote, last update 25.02.2026; The Kyiv Independent, Ukraine war latest: More than 90,000 Ukrainians officially missing due to Russia's war, commissioner says, last update 26.02.2026; Ukrinform, In Region Cherson ein Zivilist getötet, acht verletzt, 23 Ortschaften beschossen, last update 27.02.2026; Ukrinform, Russen töten zwei und verletzen vier Zivilisten in Region Donezk, last update 27.02.2026; Ukrinform, Russen setzen Phosphormunition gegen Zivilisten in Kostjantyniwka ein, last update 27.02.2026; The Kyiv Independent, At least 4 killed, 25 injured in Russian attacks against Ukraine over past day, last update 28.02.2026; The Kyiv Independent, At least 6 killed, 28 injured in Russian attacks on Ukraine over past day, last update 01.03.2026; Ukrinform, Cherson unter Beschuss: vier Tote, zwei Verletzte, last update 01.03.2026; Ukrinform, Russen sprengen Staudamm in der Nähe von Kostjantyniwka in die Luft.  Menschenrechtsbeauftragter fordert von der UNO rechtliche Würdigung, last update 27.02.2026.


2. Tagesschau, Wie wichtig ist Starlink in Russlands Krieg? Last update 17.02.2026; Ukrinform, Syrskyj: ukrainische Armee erobert im Raum Olexandriwka 400 km² Land und 8 Ortschaften zurück, last update 23.02.2026; The Kyiv Independent, 2 Ukrainians detained for registering Starlink terminals for Russian soldiers for 'easy money', last update 24.02.2026; The Guardian, Ukraine war briefing: Kyiv to accelerate placement of anti-drone nets across frontline, last update 26.02.2026.


3. The Kyiv Independent, Russian-occupied Zaporizhzhia nuclear plant left with just 22 reactor operators, far below safety levels, last update 23.02.2026; Tagesschau, "Die Slowakei lässt sich nicht erpressen", last update 23.02.2026; Tagesschau, Ukraine meldet erneut schwere russische Angriffe, last update 26.02.2026; Ukrinform, Schmyhal zeigt europäischen Partnern Folgen des Beschusses des Wärmekraftwerks in Kyjiw, last update 24.02.2026; Ukrinform, Stromausfälle in vier Regionen nach russischen Angriffen, last update 24.02.2026; The Guardian, Ukraine war briefing: Kyiv to accelerate placement of anti-drone nets across frontline, last update 26.02.2026; Tagesschau, Von der Leyen betont "unerschütterlichen" Beistand, last update 24.02.2026; Ukrinform, Russland greift Gasförderung in der Region Charkiw an, last update 28.02.2026; The Guardian, Ukraine war briefing: Sweden jammed Russian drone near French aircraft carrier amid hybrid war fears, last update 28.02.26.


4. The Guardian, Ukraine war briefing: IMF approves $8.1bn loan for Kyiv, last update 27.02.2026.

Wichtig für Drittstaatsangehörige aus der Ukraine: Der aktuelle Aufenhaltstatus endet am 4. März 2025

Am 4. März 2025 ändert sich der Status der bei uns lebenden Drittstaatsangehörigen aus der Ukraine, deren Aufenthaltsrecht nach § 24 AufenthG per Durchführungsbeschluss des Rates der Europäischen Union vom 25. Juni 2024 (https://eur-lex.europa.eu/legal-content/DE/TXT/HTML/?uri=OJ:L_202401836) geregelt ist.


Über die Folgen für die Betroffenen informiert die im westfälischen Münster ansässige Gemeinnützigen Gesellschaft zur Unterstützung Asylsuchender e. V. (GGUA) in einer umfangreichen Hilfestellung: https://www.einwanderer.net/fileadmin/downloads/tabellen_und_uebersichten/Drittstaatsangehoerige_Ukraine_2025.pdf 

 

Ergänzend dazu verweist das Jobcenter auf diese Regelungnen:    


1. Beim Einsatz von Förderleistungen kann bei Geflüchteten aus der Ukraine von einer positiven Prognose ohne weitere Prüfung des Aufenthaltstitels zumindest bis zum 4.März 2026 ausgegangen werden. 


2. Die Befristung des Aufenthaltstitels schließt auch eine über das Ende des befristeten Aufenthaltstitels hinausgehende Förderung einer längerfristigen Maßnahme nicht grundsätzlich aus. Dabei sind folgende Voraussetzungen zu beachten:  


Die Entscheidung über eine sinnvolle und notwendige Förderung ist unter Beachtung von § 3 Absatz 3 SGB II bzw. § 7 SGB III (Wirtschaftlichkeit und Sparsamkeit) zu treffen und vom konkreten Einzelfall abhängig.


Läuft die Geltungsdauer während des vorgesehenen Förderzeitraums oder der Nachbeschäftigungszeit (EGZ) aus, ist im Rahmen des Untersuchungsgrundsatzes (§ 20 Abs. 2 SGB X) zu prüfen, ob nach Ablauf eines befristeten Aufenthaltsrechts die Möglichkeit einer Verlängerung des Aufenthalts besteht; beispielsweise auf der Grundlage eines Aufenthaltstitels zur Berufsausbildung oder zur Anerkennung eines ausländischen Berufsabschlusses.


Grundsätzlich ist ein Wechsel in andere Aufenthaltstitel, insbesondere zu Erwerbs- oder Bildungszwecken zulässig. Im Falle des Arbeitsplatzverlustes ist eine Rückkehr in eine Aufenthaltserlaubnis nach § 24 Absatz 1 AufenthG weiterhin möglich, solange die Richtlinie 2001/55/EG zum vorübergehenden Schutz Anwendung findet und die betreffende Person zum Kreis der Anspruchsberechtigten gehört.  


Die Befristung der Aufenthaltserlaubnis nach § 24 AufenthG ist rechtlich gleichzusetzen mit der Befristung jeglicher anderer Aufenthaltserlaubnisse (siehe Anhang: BMI-Länderschreiben vom 8. Oktober 2024).


3. Neues Verfahren zur Vereinbarung von Terminen beim Landesamt für Einwanderung (LEA) 


Das Landesamt für Einwanderung hat das Verfahren zur Vergabe der Termine grundlegend geändert. Die bisherige Online-Terminvereinbarung wurde dauerhaft außer Betrieb genommen. Die Terminvergabe erfolgt über den Online-Antrag oder mittels Kontaktformular.  


Das Landesamt für Einwanderung stellt den Großteil der Dienstleistungen auf digitale Anträge um. Für erste Dienstleistungen (wie zum Beispiel für Verpflichtungserklärungen, den Aufenthaltstitel Blaue Karte EU oder Aufenthaltserlaubnisse zur Ausbildung) werden die Termine nach Prüfung der online eingereichten Dokumente direkt von den zuständigen Referaten an die Antragsteller vergeben. 


Wenn für die benötigte Dienstleistung noch kein Online-Antrag zur Verfügung steht, können Termine bei den zuständigen Referaten mittels Kontaktformular vereinbart werden. In Notfällen kann das Kontaktformular des zuständigen Referats genutzt werden.  


Die Informationen zur Terminvergabe beim Landesamt für Einwanderung sind unter folgenden Link hinterlegt: https://www.berlin.de/einwanderung/termine/termin-vereinbaren 

Wikipedia über die Ukraine

Informationen über die Ukraine in Wikipedia: https://de.wikipedia.org/wiki/Ukraine


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