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UNTERSTÜTZUNG bei BILDUNG, ARBEIT, WOHNEN und TEILHABE

Syrische Flüchtlinge in Deutschland

Informationen zu Abschiebungen und Rückkehr nach Syrien

Länderreport Syrien nach Assad

Aktuelles aus Syrien vom 11. Mai 2026

Aktuelles aus Syrien vom 4. Mai 2026

Aktuelles aus Syrien vom 27. April 2026

Machtwechsel in Syrien: SVR fordert weiterhin Schutz für Geflüchtete

Wikipedia über Syrien

Syrische Flüchtlinge in Deutschland

Aktuell leben 930.112 syrische Staatsangehörige in Deutschland (Stand: 28.2.2026). Von ihnen sind 10.718 Personen ausreisepflichtig (davon 9.787 Personen geduldet). Die Zahl der Syrer in Deutschland ist leicht rückläufig. Im Dezember 2025 waren es noch 936.300 Personen (4 Prozent weniger als Ende 2024). 70 Prozent von ihnen hatten einen befristeten Aufenthaltstitel – davon rund 544.700 Personen einen Aufenthaltstitel aus „völkerrechtlichen, humanitären oder politischen Gründen”


Mehr dazu unter: https://mediendienst-integration.de/fluechtlinge/syrische-fluechtlinge-in-deutschland/syrische-fluechtlinge-in-deutschland-aufenthaltsstatus/

Abschiebungen und Rückkehr nach Syrien

Syrien steht nach dem Sturz des Assad-Regimes im Dezember 2024 vor einem Neubeginn – viele Geflüchtete denken über eine Rückkehr nach. In Deutschland wird außerdem vermehrt über Abschiebungen nach Syrien diskutiert.


So haben nach dem Machtwechsel viele Kriegsflüchtlinge beschlossen, nach Syrien zurückzukehren. Seit November 2024 sind laut Angaben des UN-Flüchtlingshilfswerks UNHCR rund eine Million Syrer*innen aus dem Ausland nach Syrien zurückgekehrt . Rund 510.000 Menschen kamen aus der Türkei, etwa 270.000 aus dem Libanon und 157.000 aus Jordanien (Stand: September 2025). Laut einer Befragung des UNHCR wollen rund 18 Prozent der syrischen Geflüchteten, die in den Nachbarländern leben, bis August 2026 nach Syrien zurückkehren. 1,8 Millionen "Binnenflüchtlinge" (internally displaced persons) konnten zudem innerhalb von Syrien an ihre Herkunftsorte zurückkehren.


Seit Januar 2025 können syrische Staatsbürgerinnen und Staatsbürger in Deutschland im Rahmen des Bund-Länder-Programms REAG/GARP nach Syrien zurückkehren. Nach Angaben des Innenministeriums auf Anfrage des Mediendienstes sind zum Stichtag 31.10.2025 rund 2.900 Ausreisen über das Programm erfolgt. Das Programm deckt Reisekosten, eine Reisebeihilfe (200 Euro für Erwachsene, 100 Euro für Minderjährige) und finanzielle Starthilfe (1.000 EUR pro Person, maximal 4.000 EUR pro Familie) sowie gegebenenfalls medizinische Kosten.Quelle


Freiwillige Ausreisen nach Syrien können seit 2017 auch durch die zuständigen Stellen der Länder gefördert werden. Zwischen Dezember 2024 und Ende Oktober 2025 gab es darüber 346 freiwillige Ausreisen.


Mehr dazu und über mögliche Abschiebungen gibt es unter: https://mediendienst-integration.de/fluechtlinge/syrische-fluechtlinge-in-deutschland/abschiebungen-und-rueckkehr-nach-syrien/

Länderreport Syrien nach Assad

Der Länderreport des Bundesamts für Migration und Flüchtlinge (BAMF) befasst sich mit der Situation in Syrien seit dem Sturz der Assad-Regierung und der Machtübernahme Hay’at Tahrir al-Shams. Er enthält Informationen zum Aufbau von Regierungs- und Sicherheitsstrukturen durch die neue Übergangsregierung, Vorfälle und Trends in der Sicherheitslage, die Situation von bestimmten Bevölkerungsgruppen unter den neuen Herrschern sowie über den Umgang der Behörden mit der Zivilbevölkerung und die humanitäre Lage innerhalb des Landes.


Den Länderreport gibt es unter: https://www.bamf.de/SharedDocs/Anlagen/DE/Behoerde/Informationszentrum/Laenderreporte/2026/2025-03-laenderreport-syrien.pdf?__blob=publicationFile&v=2

Aktuelle Informationen aus den Briefing Notes des Bundesamts für Migration und Flüchtlinge (BAMF) vom 11. Mai 2026

1. Suweida: Bewaffnete Zusammenstöße zwischen Regierungstruppen und drusischen Milizen


Im Westen des Gouvernements Suweida kam es am 04.05.26 zu Kämpfen unter Einsatz teils schwerer Munition zwischen dem syrischen Innenministerium unterstellten Sicherheitskräften und drusischen Milizen, die der sog. Nationalgarde angehören. Dabei sind einem Medienbericht zufolge insgesamt fünf Personen, darunter Zivilpersonen, verletzt worden. Lokalen Angaben nach hat ein Bataillon drusischer Kämpfer versucht in den Westen des Gouvernements unter Regierungskontrolle vorzurücken, wobei es unter Mörserbeschuss syrischer Sicherheitskräfte geriet. Laut einem Medienbericht haben Regierungstruppen von ihren Stellungen in den Dörfern Walgha, al-Mansourah und Rima Hazem aus Mörsergranaten und Drohnen eingesetzt und dabei auch zivile Wohngebiete getroffen.


2. Neue Regularien für Genehmigungsprozess von Demonstrationen verkündet


Bezugnehmend auf eine Mitteilung des Innenministeriums gab ein Ministeriumsmitarbeiter am 04.05.26 neue Regularien zum Genehmigungsprozess von Demonstrationen bekannt. Jede Gruppe, die eine Demonstration organisieren möchte, müsse demnach ein Komitee mit einem Vorsitz und mindestens zwei Mitgliedern bilden, einen Antrag beim zuständigen Gouvernement einreichen und innerhalb von fünf Tagen eine Entscheidung abwarten. Erfolgt keine Entscheidung, gilt die Genehmigung als erteilt. Gegen Ablehnungen kann innerhalb einer Woche beim Verwaltungsgericht Berufung eingelegt werden. Das Ministerium sichert den Schutz genehmigter Versammlungen zu und verbietet das Tragen von Waffen. Versammlungen ohne Genehmigung werden gemäß den Artikeln 335 bis 338 des Strafgesetzbuches als Landfriedensbruch eingestuft und strafrechtlich verfolgt. Das Ministerium behält sich außerdem das Recht vor, die Auflösung von Versammlungen durchzusetzen, die die Bedingungen ihrer Genehmigung überschreiten oder die öffentliche Ordnung stören. Eine syrische Menschenrechtsorganisation kritisierte die Regularien u.a. für das Fehlen diverser Details wie spezifizierte Kriterien für eine Genehmigung. 


3. Hasaka: Proteste nach Entfernung eines kurdischen Schriftzugs an Justizgebäude


Im Zuge der Übergabe des Justizpalastgebäudes in Hasaka-Stadt an die Übergangsregierung kam es dort am 07.05.26 zu Protesten von mutmaßlichen Anhängern der kurdisch-dominierten Demokratischen Kräfte Syriens (SDF). Die in den sozialen Medien kursierenden Videos zeigen, wie Demonstrierende das an der Fassade des Justizpalastes angebrachte Schild entfernten und zerstörten. Auslöser hierfür sei die Entfernung eines Schriftzugs in kurdischer Sprache durch die Übergangsregierung gewesen. Übrig blieben nur Schriftzüge in Arabisch und Englisch, was die Demonstrierenden als Verletzung der kulturellen und nationalen Rechte der kurdischen Minderheit bezeichneten.


4. Staatenlose Kurdinnen und Kurden: Fristverlängerung zur Antragsstellung auf syrische Staatsbürgerschaft


Wie das syrische Innenministerium am 07.05.26 mitteilte, wurde die ab dem 06.04.26 zunächst für 30 Tage festgelegte Frist zur Einreichung von Anträgen staatenloser Kurdinnen und Kurden auf die syrische Staatsbürgerschaft in den Zentren al-Jawadiyah, Hasaka und Qamishli aufgrund der hohen Nachfrage um weitere 15 Tage verlängert.


5. IS bekennt sich zur Tötung eines schiitischen Klerikers


Der IS bekannte sich in einer öffentlichen Stellungnahme vom 07.05.26 zu dem Attentat auf einen führenden schiitischen Geistlichen, der am 01.05.26 nahe der Hauptstadt Damaskus durch einen Bombenanschlag auf sein Fahrzeug getötet worden war. Der Damaszener Vorort Sayyida Zeinab, wo der Betroffene als Imam und Prediger des Schreins von Sayyida Zeinab tätig war, gilt als wichtiges Zentrum des schiitischen religiösen Einflusses im Land und stellt einen der am strengsten von Sicherheitskräften bewachten Bezirke im Raum Damaskus dar.


Quellen:


1. Enab Baladi, Suwayda: Injuries in Clash between “Interior Ministry” and Local Factions, Last Update 04.05.2026; The New Arab, Clashes erupt in Suweida between Syrian forces and Druze militia, Last Update 04.05.2026.


2. SNHR, Between Licensing and Demonstrating: Syria’s First Framework for Peaceful Assembly, Last Update 04.05.2026; The New Arab, New Syria protest conditions raise concern over freedoms, Last Update 05.05.2026.


3. Enab Baladi, Hasakah Protests After Kurdish Removed From Justice Palace Sign, Last Update 07.05.2026.


4. SANA, Syria’s Interior Ministry extends citizenship application deadline for Kurds by 15 days, Last Update 07.05.2026; ANHA, Citizenship application period for unregistered citizens extended by 15 days, Last Update 08.05.2026.


5. The New Arab, Islamic State claims responsibility for assassination of Shia cleric in Syria, Last Update 08.05.2026

Aktuelle Informationen aus den Briefing Notes des Bundesamts für Migration und Flüchtlinge (BAMF) vom 4. Mai 2026

1. Deutsche Journalistin in Aleppo inhaftiert; RSF: Pressefreiheit deutlich verbessert


Eine deutsche Journalistin, die bereits am 18.01.26 im Zuge der Kontrollübernahme der Übergangsregierung über Raqqa von den Sicherheitskräften gemeinsam mit einem kurdisch-türkischen Kollegen festgenommen worden sein soll, ist weiterhin in Haft. Medienberichten zufolge wurde ein Verfahren gegen sie eingeleitet. Die Übergangsregierung bestätigte am 30.04.26 die Festnahme der beiden Medienschaffenden und gab an, sie seien im Zuge der Übernahme Raqqas inhaftiert worden. Man habe sie in einem Gebäude aufgegriffen, das durch die kurdisch-dominierten sog. Demokratischen Kräfte Syriens (SDF) als Standort genutzt wurde, hätten falsche Angaben zu ihren Identitäten und ihrer Arbeit gemacht und versucht zu fliehen. Die konkreten strafrechtlichen Vorwürfe gegen die beiden wurden nicht genannt. Das Auswärtige Amt stand in direktem Kontakt zu der Journalistin. Die syrischen Behörden gaben an, sie befände sich gemeinsam mit ihrem Kollegen in Aleppo im Gewahrsam der Kräfte der Inneren Sicherheit. Mehrere Monate befand sich die Journalistin in Haft, ohne dass ihre Familie oder deutsche Behörden über ihren Verbleib informiert wurden. Selbst auf Nachfrage bestritten die Behörden ihre Festnahme zunächst.


In der Rangliste der Pressefreiheit 2026 verortete die Organisation Reporter ohne Grenzen (RSF) Syrien am 30.04.26 auf Platz 141 von insgesamt 180 weltweit. Die Bewertung stellt eine Verbesserung von 36 Rängen im Vergleich zum Jahr 2025 dar. Dennoch verbleibt Syrien in der Kategorie „sehr ernst“. RSF erklärt die starke Verbesserung mit dem Sturz der Assad-Regierung und einem damit einhergehenden grundlegenden Wandel im Rahmen der Übergangsprozesse. Während der politische Druck auf Medienschaffende abgenommen habe, müssten sich lokale Medieninstitute weiterhin um die Schaffung eines nachhaltigen Rahmens für unabhängigen Journalismus bemühen.


2. Rif Dimashq: Schiitischer Kleriker bei Anschlag getötet


Medienberichten zufolge töteten Angreifer am 01.05.26 einen schiitischen Kleriker nahe der Hauptstadt Damaskus, indem sie eine Granate in sein Auto warfen. Der Angriff ereignete sich Berichten zufolge im Damaszener Vorort Sayyida Zeinab, wo er im Schrein von Sayyida Zeinab als Prediger tätig war. Bislang beanspruchte keine Gruppierung den Angriff für sich, die Täter bleiben zunächst unbekannt.


3. Suweida: Luftangriffe durch jordanisches Militär


Medienberichten zufolge führte die jordanische Luftwaffe am 02.05.26 mehrere Angriffe auf Ziele im Gouvernement Suweida aus. Das jordanische Militär gab an, dass es sich um eine Abschreckungskampagne gegen Ziele gehandelt haben soll, die für den Waffen- und Drogenschmuggel entlang der Grenze genutzt wurden. Die Ziele befänden sich demnach in Gebieten unter Kontrolle der sog. Nationalgarde, welche die Übergangsregierung in Damaskus ablehnt und primär aus drusischen Milizen besteht.

Darüber hinaus führte das syrische Innenministerium in Zusammenarbeit mit seinem irakischen Pendant Razzien mit dem Ziel der Bekämpfung eines Drogenschmuggelnetzwerkes in Standorten in Rif Dimashq und Homs durch. Insgesamt 1,73 Mio. Captagon-Pillen sollen konfisziert und acht Mitglieder des Netzwerks festgenommen worden sein, darunter eine Frau. Bei einer weiteren Polizeikampagne in Deir ez-Zor wurde am 27.04.26 außerdem ein Mitglied der Kräfte der Inneren Sicherheit getötet, als sie Truppen im Rahmen einer Verhaftung unter Beschuss gerieten. Ein Drogenhändler konnte verhaftet und 500.000 Pillen, die im Gebiet um al-Mayadin verkauft werden sollten, konfisziert werden.


4. Nordosten: Etablierung von vier Brigaden zur Integration der SDF in syrische Armee


Angaben des Assistenzverteidigungsministers für den Nordosten vom 03.05.26 zufolge sollen im Rahmen der Integration der SDF-Kämpfer vier Brigaden im Nordosten des Landes etabliert worden sein. Diese seien in Kobane (Ayn al-Arab), Hasaka Stadt, Qamishli und Derik (al-Malikiyah) stationiert. Das Integrationsabkommen schreitet fort, es kam bereits zur Übergabe zahlreicher Behörden sowie Gefangenenaustauschen. Im Rahmen des Abkommens wurde die Integration der SDF in den Staatapparat, die Übergabe zentraler Infrastruktur an die Übergangsregierung und die Zusammenführung von Verwaltungsapparaten der Demokartischen Autonomen Adminsitration von Nord- und Ostsyrien (DAANES), der zivilen Administration neben den SDF-Strukturen, und der Übergangsregierung vereinbart. Dem Assistenzverteidigungsminister zufolge gäbe es weitere Verhandlungen zwischen den SDF und der Regierung in Damaskus über die Integration weiterer SDF-Kämpfer, was die Formierung weiterer neuer Brigaden zur Folge haben könnte.


5. Hohe Kosten und Mangel an Medikamenten bei Multipler Sklerose


Einem Medienbericht vom 02.05.26 zufolge stehen Patientinnen und Patienten mit Multipler Sklerose (MS) vor großen Herausforderungen bei der Beschaffung ihrer Medikamente. Der Bericht stützt sich vor allem auf anekdotische Aussagen, wonach Medikamente in der Vergangenheit über öffentliche Krankenhäuser kostenfrei zugänglich gewesen seien. Aufgrund eines Mangels an Medikation, die den Verlauf der Krankheit verlangsamen sollen, seien Betroffene nun jedoch auf alternative und häufig kostspielige Optionen angewiesen. Immuntherapien, die die dauerhafte Stabilisierung des Gesundheitszustandes von Patientinnen und Patienten zum Ziel haben, seien nur mit großen Schwierigkeiten zu erhalten, sodass Erkrankte auf leichter zugängliche Alternativen zurückgreifen würden. Hierzu zählen Kortikoid-Injektionen, die grundsätzlich in Apotheken erhältlich seien, jedoch nur im Rahmen aktiver Schübe eingesetzt werden. Derartige Injektionen kosten zwischen 10 und 50 USD, abhängig vom genauen Typen und dem Herstellungsland. Nicht alle Patientinnen und Patienten reagieren gut auf die Injektionen, sodass mehrere Anwendungen zur Eindämmung eines Schubes nötig sein können. Die Preise hierfür seien für viele Syrerinnen und Syrer, von denen mehr als 90 % unterhalb der Armutsgrenze leben, nicht erschwinglich oder bezahlbar. Angaben des Gesundheitsministeriums nach handelt es sich bei den Verzögerungen der Medikamentenbereitstellung primär um technische und logistische Schwierigkeiten. Bemühungen, diese Probleme zu beheben, sollen in Zukunft zu weniger Versorgungsunterbrechungen führen.


Quellen:


1. Enab Baladi, Syria Advances 36 Places in Press Freedom Index, last update 30.04.2026; RSF, Rangliste der Pressefreiheit 2026, o.D.; Associated Press, Committee to Protect Journalists calls for release of missing German journalist in Syria, last update 28.04.2026; Associated Press, Syrian government confirms detention of missing German journalist, last update 30.04.2026; SZ, Syrien https://www.syriahr.com/en/381755/ bestätigt Festnahme einer deutschen Journalistin, last update 01.05.2026; Zeit.de, Vermisste Kölnerin Michelmann sitzt im Gefängnis in Damaskus, last update 23.04.2026.


2. Associated Press, Shiite cleric killed in grenade attack near Syrian capital of Damascus, last update 01.05.2026; SOHR, Rif Dimashq | Farhan Mansour, a member of the Shiite Religious Scholars Council, assassinated in Al-Sayyidah Zainab area, last update 01.05.2026; al-Hal, Killing of Shiite Cleric Near Sayyidah Zaynab Shrine Revives Fears of Sectarian Strife, in: The Syrian Observer, last update 04.05.2026; The New Arab, Syrian ministry condemns killing of Shia imam in bomb blast near Damascus, last update 02.05.2026.


3. The New Arab, Jordan strikes drug, weapons storage sites in Syria's Suweida province, last update 02.05.2026; Enab Baladi, Syrian Iraqi Operation Seizes 1.73 Million Captagon Pills, last update 27.04.2026; Enab Baladi, Syrian Interior Ministry Member Killed in Deir Ezzor Drug Operation, last update 27.04.2026; Enab Baladi, Jordan Targets Drug and Arms Sites in Suwayda, last update 03.05.2026; Enab Baladi, Suwayda National Guard Objects to Jordanian Airstrikes, last update 03.05.2026.


4. The New Arab, Kurdish troops join Syria's army as unification efforts gather pace, last update 03.05.2026; Enab Baladi, Hamo: Four SDF Brigades Join Defense Ministry, last update 02.05.2026.


5. Enab Baladi, Thousands of Multiple Sclerosis Patients Face Drug Gap, Rising Costs, last update 02.05.2026

Aktuelle Informationen aus den Briefing Notes des Bundesamts für Migration und Flüchtlinge (BAMF) vom 27. April 2026

1. Hasaka: Erhöhte Sicherheitsmaßnahmen der SDF in Qamishli und Hasaka-Stadt


Einem Medienbericht vom 23.04.26 zufolge erhöhten die Demokratischen Kräfte Syriens (SDF) in verschiedenen Städten und Ortschaften, insbesondere Hasaka-Stadt und Qamishli, im Gouvernement Hasaka ihre Sicherheitspräsenz. Demnach hätten sie zentrale Stützpunkte personell verstärkt und zusätzliche Checkpoints in einigen Wohnvierteln eingerichtet – zuvor befanden sich diese primäre an Hauptstraßen – an denen intensivierte Sicherheitskontrollen durchgeführt würden. In einigen dieser Fälle seien auch Mobiltelefone von Passantinnen und Passanten kontrolliert worden. Eine Zivilperson soll dem Medienbericht zufolge festgenommen worden sein, da sie gegen das Hissen einer Flagge der Partei der Demokratischen Union (PYD, politischer Arm der YPG, der dominanten Gruppierung innerhalb der SDF) über seinem Haus protestierte. Nur wenige Tage zuvor hatten die SDF angekündigt Checkpoints an den Eingängen zu Hasaka-Stadt und Qamishli sowie entlang des M4-Highways zu reduzieren. Die SDF bemühe sich Berichten zufolge derzeit um eine Mobilisierung der Zivilgesellschaft, während es weiterhin Spannungen mit der Übergangsregierung im Zuge der Integrationsbemühungen gibt. In al-Mabada soll bspw. die sog. Revolutionäre Jugend, die mit den SDF in Verbindung steht, einige Ladenbesitzer gezwungen haben ihre Geschäfte zu schließen und an Protesten zur Freilassung von SDF-Kämpfern durch die Übergangsregierung teilzunehmen. Lediglich die Gebiete um Qamishli und HasakaStadt sowie Kobane stehen noch unter Kontrolle der SDF. Im Rahmen der Integrationsprozesse der SDF- und DAANES-Strukturen in die Behörden der Übergangsregierung kommt es weiterhin zu zunehmenden Spannungen zwischen den beiden Seiten. Zwar wurde die Kontrolle über Gefängnisse Berichten zufolge nun an die Übergangsregierung übergeben, die Übersendung von Mitarbeitendenlisten von Justizbehörden erfolgte bislang allerdings nicht. Außerdem sei das Gerichtsgebäude in Qamishli noch immer nicht übergeben und den Gerichtsmitarbeitenden in Hasaka der Zugang zum Gebäude verwehrt worden. Im Gegenzug zu diesen Entwicklungen berichtete ein Onlinemedium am 24.04.26 von einem Sicherheitsvakuum in Ortschaften im südlichen Hasaka, insbesondere im Subdistrikt Markada, welches unter Kontrolle der Übergangsregierung steht. Dort hätte aufgrund mangelnder Präsenz von Kräften der Inneren Sicherheit Diebstahl, insbesondere von Autos und landwirtschaftlichen Fahrzeugen, zugenommen. Lediglich ein Checkpoint der Inneren Sicherheit sei für 110 Dörfer zuständig.


2. Übergangsjustiz: Öffentlicher Prozess gegen Assad und Assad-Funktionäre beginnt; mutmaßlicher Täter des Tadamon-Massakers verhaftet


Am 26.04.26 wurde das erste öffentliche Verfahren gegen den ehemaligen Präsidenten Bashar al-Assad und hochrangige Funktionäre seiner Regierung eingeleitet. Die Fälle der meisten Beschuldigten, darunter auch der Bruder des früheren Präsidenten, Maher al-Assad, sollen in absentia verhandelt werden. Der einzig anwesende Angeklagte ist der vormalige Brigadegeneral Atef Najib. Ihm wird in seiner Rolle als Leiter des Daraa-Büros des Geheimdienstes Abteilung für politische Sicherheit die Niederschlagung der Proteste im Jahr 2011 in Daraa vorgeworfen, die zum Ausbruch des Bürgerkriegs führten. Der nächste Gerichtstermin soll am 20.05.26 erfolgen. Der Hauptverdächtige in der Durchführung des Tadamon-Massakers im Jahr 2013 wurde am 24.04.26 durch die Sicherheitskräfte der Übergangsregierung im ländlichen Hama inhaftiert. Kurz darauf wurden weitere seiner Familienmitglieder, darunter sein Vater und seine Ehefrau festgenommen. Den Angehörigen wird vorgeworfen, in der Vergangenheit das Verschwinden des Verdächtigen gedeckt zu haben. Zwei Tage nach seiner Verhaftung veröffentlichte das Innenministerium ein Video, in dem er die Durchführung des Massakers gestehen soll. Im Rahmen weiterer Razzien gegen Funktionäre der Assad-Regierung wurde ein Mitglied der Sicherheitskräfte getötet, nachdem die Inhaftierung in der Ortschaft Baabda, nahe Jableh, zu bewaffneten Auseinandersetzungen führte.


3. Deir ez-Zor: Mann in Haft gestorben


Medienberichten zufolge ist ein Syrer in einem Gefängnis der Inneren Sicherheit der Übergangsregierung in Deir ez-Zor nur wenige Tage nach seiner Verhaftung während des Fests des Fastenbrechens (Eid al-Fitr) ums Leben gekommen. Dem Toten wurde vorgeworfen, einer Zelle anzugehören, die mit iranischen Milizen in Verbindung stehe. Offiziellen Angaben der Sicherheitsbehörden zufolge sei er an einem Herzinfarkt gestorben. Im Internet kursierende Bilder sollen jedoch Blutergüsse und Spuren von Gewalteinwirkungen zeigen. Der Fall erinnerte einem Artikel zufolge an den Tod einer Person in Aleppo in Gewahrsam der Transportdirektion am 12.04.26. Die Behörden gaben an, der Betroffene sei an einem Herzinfarkt infolge einer Prügelei gestorben.


4. Quneitra: Andauernde Razzien und Verhaftungen durch israelisches Militär


Das israelische Militär weitet die baulichen Strukturen einer Basis nahe des östlichen Tal al-Ahmar, im Süden des Gouvernements Quneitra, innerhalb der Pufferzone, aus. Darüber hinaus seien einem Bericht vom 24.04.26 zufolge auch mehrere Gebäude im bereits zu großen Teilen zerstörten Quneitra-Stadt abgerissen worden, darunter eine Moschee. Es sei demnach unklar, ob es sich um Maßnahmen zur Ausweitung einer

weiteren Militärbasis handelt oder zur Ausdehnung der sog. Sufa-Linie, bei der es sich um eine militärisch befestigte Straße handelt. Gleichzeitig finden weiterhin Razzien in syrischen Ortschaften und Verhaftungen von Einzelpersonen statt. Das israelische Militär nahm am 20.04.26 zwei Brüder in der Ortschaft Bariqa fest. Einer von ihnen ist minderjährig. Zwei Tage später wurde ein Landwirt im Norden des Gouvernements festgenommen. Ein weiterer Festgenommener aus der Ortschaft Taranja wurde nach wenigen Stunden bereits freigelassen. Während einige Betroffene nach wenigen Stunden wieder freigelassen werden, befinden sich andere über Monate hinweg im Gewahrsam des Militärs. Aussagen der Familie eines 17-Jährigen nach soll der aus Jubata al-Khashab stammende Jugendliche seit eineinhalb Jahren festgehalten werden.


Quellen: 


1. Enab Baladi, Security Alert in al-Hasakah, Tight Measures and Arrests, last update 23.04.2026; Enab Baladi, Syria: al-Hasakah Security Vacuum Drives Theft Surge in Markada, last update 24.04.2026; The New Arab, SDF begins removing checkpoints in Hasakah, handing over prisons to Syrian government, last update 20.04.2026.


2, Enab Baladi, Syrian Interior Ministry Arrests Tadamon Massacre Perpetrator Amjad Youssef, last update 24.04.2026; Associated Press, Syria’s first public trial of Assad-era officials opens in Damascus, last update 26.04.2026; Enab Baladi, Criminal Court No. 4 Prepares for Historic Trial in Damascus, last update 25.04.2026; SANA, Several relatives of criminal Amjad Youssef, including his father, arrested, last update 25.04.2026; Enab Baladi, Damascus Starts Trial of Atef Najib, Assad in Absentia, last update 26.04.2026; Enab Baladi, Interior Ministry Detains Amjad Youssef’s Relatives, last update 26.04.2026; Enab Baladi, Amjad Youssef Admits al-Tadamon Massacre: I Received No Orders, last update 26.04.2026; The New Arab, Syria: Security officer killed in operation to arrest Assad-era official, Israeli forces abduct two men, last update 20.04.2026; The New Arab, Syrian court Begins proceedings against Assad and allies, last update 26.04.2026.


3. SOHR, Days after arresting him | Young man from Deir Ezzor di*es inside prison of General Security, last update 21.04.2026; Enab Baladi, وﻓﺎة ﺷﺎب ﻓﻲ ﻣرﻛز اﺣﺗﺟﺎز ﺗﺛﯾر اﻟﻐﺿب ﻓﻲ دﯾر اﻟزور, last update 23.04.2026.


4. Enab Baladi, Israeli Forces Arrest Two Youths in Quneitra Incursions, last update 20.04.2026; Enab Baladi, Israeli Forces Detain Farmer in Quneitra Incursion, last update 22.04.2026; Enab Baladi, Quneitra, Residents Call on UNDOF to Address Detainees and Stop Israeli Attacks, last update 22.04.2026; Enab Baladi, Israel Destroys Mosque and Buildings in Quneitra, last update 24.04.2026.Fügen Sie eine Beschreibung des Tabs mit relevanten Informationen für die Website-Besucher hinzu. Wenn Sie Serviceleistungen anbieten, sollten Sie erläutern Sie, was die einzelnen Leistungen auszeichnet. Wenn Sie Tabs verwenden, um das Angebot eines Restaurants zu bewerben, beschreiben Sie, was die einzelnen Gerichte auszeichnet.

Machtwechsel in Syrien: SVR fordert weiterhin Schutz für Geflüchtete

Vor dem Hintergrund des Machtwechsels in Syrien warnt der Sachverständigenrat für Integration und Migration (SVR) in einem aktuellen Pressestatement vor vorschnellen Rückkehrforderungen. 


Zwar sei das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge (BAMF) nach §73 AsylG gesetzlich verpflichtet, die Zuerkennung der Flüchtlingseigenschaft zu widerrufen, wenn die Voraussetzungen dafür nicht mehr vorliegen. „Das ist aber erst dann der Fall, wenn sich die Verfolgungssituation dauerhaft geändert hat und nicht mehr besteht, so dass den Rückkehrenden keine Gefahren mehr drohen. Das kann seriös derzeit niemand sagen, entsprechende Forderungen sind daher vor dem Hintergrund des beginnenden Wahlkampfes zu sehen“, sagt der SVR-Vorsitzende Prof. Hans Vorländer.


Das vollständige Pressestatement gibt es unter: https://www.svr-migration.de/wp-content/uploads/2024/12/SVR-Presseinformation_Syrische-Fluechtlinge-brauchen-weiterhin-Schutz.pdf

Aktuelles aus Syrien: Informationen aus den wöchentlichen Briefing Notes des Bundesamts für Migration und Flüchtlinge (BAMF) vom 3. November 2025

Informationen über Syrien in Wikipedia: https://de.wikipedia.org/wiki/Syrien

Impressum: Willkommensbündnis für geflüchtete Menschen in Steglitz-Zehlendorf, Haus der Familie des DRK Berlin Südwest gGmbH, Düppelstraße 36, 12163 Berlin, E-Mail: info@wikobuesz.berlin verantwortlich: Günther Schulze, guenther.schulze@wikobuesz.berlin

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